Aufgefallen

Selbstgesteuertes Lernen

Selbstgesteuertes Lernen ist nicht Bestandteil des Lehrplans 21 hört man immer wieder. Es ist auch richtig, dass das im Lehrplan 21 nicht erwähnt wird. Im Grundlagenbericht zum Lehrplan 21 steht aber klar: Lernen wird verstärkt als aktiver, selbstgesteuerter, reflexiver, situativer und konstruktiver Prozess verstanden. Die Pädagogischen Hochschulen unterrichten die angehenden Lehrpersonen schon lange entsprechend – und es wird teilweise auch im Kanton Appenzell Innerrhoden heute schon angewendet – zum grossen Leidwesen der betroffenen Kinder.

 

Harmonisierung

Die Harmonisierung soll helfen, dass ein Kind problemlos die Schule wechseln kann, von einem Kanton zum andern. Einerseits spricht das herrschende Sprachenwirrwarr bei Englisch und Französisch dafür, dass da Probleme entstehen können. Anderseits finden wir in den Rahmeninformationen zum Lehrplan 21 : Die Abfolge der Kompetenzstufen hat für die Lehrpersonen orientierenden Charakter und muss, soweit sie sich nicht aus fachdidaktischer Logik ergibt, nicht zwingend eingehalten werden.  Oder auf Deutsch, jede Lehrperson kann die Reihenfolge des bearbeiteten Stoffs frei wählen – und ein Wechsel von einem Schulhaus in ein anderes kann für die Kinder schon grosse Probleme mit sich bringen. Von Harmonisierung keine Spur.

Frühfranzösisch

In Appenzell Innerrhoden gibt es kein Frühfranzösisch und das soll gemäss Landammann Roland Inauen so bleiben. In den Rahmeninformationen zum Lehrplan 21 der Erziehungsdirektoren-Konferenz lese ich aber: „Der Kanton Appenzell-Innerrhoden unterrichtet an der Primarschule heute nur eine Fremdsprache obligatorisch; er wird diese Frage im Zusammenhang mit der Einführung des Lehrplans 21 neu beurteilen.“ Ich frage mich, wer bei uns bestimmt.